WordPress Seite erstellen – die ersten 10 Schritte


Stichworte: Wordpress, Wissen / FAQ - Lesezeit: 8 Minuten

Du möchtest eine WordPress Seite erstellen. Ein gute Entscheidung. WordPress ist ein weit verbreitetes System zur Erstellung deiner Homepage. Die ersten Schritte mit WordPress sind einfach. Du solltest dir aber ausreichend Zeit für die Einstellungen nehmen.

Falls du noch nicht sicher bist, ob du deine Seite mit WordPress erstellen willst, lies vorher meinen Artikel WordPress nutzen durch. Dort habe ich die Vor- und Nachteile aufgelistet.

Es gibt ein paar Entscheidungen, die später nicht einfach zu ändern sind. Das geht zwar, ist aber nicht ohne Fallstricke. Ich weise an der entsprechenden Stelle darauf hin.

Und los geht’s.

Das ist bei der Erstellung der WordPress Seite zu beachten


Bei den meisten Hosting-Anbietern kannst du recht einfach WordPress installieren. Das ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Lies einfach die Hilfestellungen deines Dienstleisters durch. Falls du WordPress und die dazugehörige Datenbank selbst installieren musst oder willst, findest du im Internet genug Hilfen. Aber das ist dann nicht so einfach und kostet Zeit. Besser ist es, wenn dein Hosting-Anbieter dir die Sache erleichtert hat.

Ich gehe in bei meinen Tipps davon aus, dass du WordPress installiert hast.

Webseite Name, Datums- und Zeitformat

Nachdem du WordPress installiert hast, kannst du die ersten Einstellungen vornehmen. Dazu wählst du links den Menüpunkt „Einstellungen / Allgemein“ aus.

Nun findest du auf der rechten Seite ein paar Felder, deren Inhalt du ändern kannst.

Wenn du deine WordPress Seite erstellen willst, ist der Name der Webseite natürlich wichtig.

Der ergänzende Text, hier Untertitel genannt, ist nur in bestimmten Fällen notwendig. Es schadet aber nichts, wenn du hier einen kleinen Werbespruch, warum deine Website so besonders ist, einfügst. Je nach gewähltem Layout oder Theme wird der zusätzliche Text auf deiner Webseite angezeigt oder auch nicht. Du kannst das später bequem ein- und ausschalten. 

Die URL bitte möglichst nicht ändern, sonst kannst du dich beim nächsten Mal nicht mehr einloggen. Wenn dir das trotzdem passiert ist, kannst du es auch rückgängig machen, ohne dich bei WordPress einzuloggen. Du solltest bereits bei der Installation der Webseite „https“ gewählt haben.

Wichtig: nutze nicht „http“. Das ist nicht verschlüsselt und du wirst Schwierigkeiten beim Google-Ranking bekommen.

Anschließend kannst du weiter unten die Zeitzone (UTC +1 in Deutschland) und das Datums- und Zeitformat einstellen. Das lässt sich auch nachträglich ändern, ohne dass es zu Problemen kommt.

Permalink bei WordPress festlegen

Der Permalink ist vereinfacht gesagt der Link, unter dem deine Seite zu erreichen ist. Die Einstellung des Permalinks sollte eine der ersten Schritte sein, wenn du deine WordPress Seite erstellst. Die Voreinstellung ist nicht so gut geeignet, daher ändere sie einfach. Die WordPress-Einstellung Permalink besteht aus zwei Teilen. 

Nehmen wir mal folgendes Beispiel: https://web-for-beginners.de/erste-schritte-wordpress/

  • Der erste Teil ist deine Domain (https://web-for-beginners.de).
  • Der zweite Teil ist das, was variabel, aber dauerhaft eingestellt werden kann (Permalink).

Unter dem Menüpunkt „Einstellungen / Permalink“ kannst du bestimmen, wie sich der zweite Teil zusammensetzt.

Ich empfehle dir, den Typ Beitragsname zu nehmen. Natürlich kann man auch etwas anderes machen und sich eine individuelle Struktur erstellen. Später kannst du den Permalink eines Beitrags nachträglich individuell anpassen.

Wichtig: Wenn deine Seiten bei Google gelistet werden, solltest du den Permalink nicht mehr ändern.

Kommentare und Diskussionen

WordPress ist ein Blog-System. Es ist besonders gut geeignet, wenn du eine Blog Seite erstellen möchtest. Aber auch andere Seiten funktionieren hervorragend. Zu einem Blog oder einer WordPress Seite gehört auch, dass du mit deinen Nutzern in Kontakt kommst. Eine Möglichkeit sind Kommentare zu deinen Beiträgen.

Es gibt verschiedene Einstellungen, wer Kommentare erstellen darf und wie die Kommentare veröffentlicht werden. Den Menüpunkt findest du unter „Einstellungen / Diskussion“.

Setzte die Häkchen dort, wie sie am besten für deine Webseite passen.

Ich empfehle, folgende Punkte anzuklicken:

  • Das Opt-in-Kontrollkästchen für Kommentar-Cookies anzeigen, damit die Cookies des Kommentar-Autors gesetzt werden können. Dieser Punkt ist wichtig, um die rechtlichen Grundlagen und die DSGVO bei deiner Webseite zu berücksichtigen.
  • Bevor ein Kommentar erscheint, muss der Kommentar manuell freigegeben werden. So hast du die Kontrolle über das, was auf deiner Webseite veröffentlicht wird.
  • Die Avataranzeige würde ich ausschalten, da es sonst auch mit dem Datenschutz schwierig wird.

Alle diese Einstellungen kannst du jederzeit ändern. Sie gelten dann für die neuen Kommentare.

Datenschutz und Impressum

Da die Webseite meist schon online ist, solltest du gleich am Anfang deine Datenschutzerklärung erstellen und das Impressum. Schau dir bei Gelegenheit auch die Punkte zum Thema rechtliche Grundlagen an.

Datenschutzerklärung

Die Inhalte brauchst du dir nicht selbst auszudenken oder einzeln nachschlagen. Mit dem Datenschutzgenerator lassen sich die rechtlichen Hinweise einfach erstellen. Kopiere diese in eine Datei, damit du den Text auch später noch zur Verfügung hast. Nun erstelle mit WordPress eine Seite. Füge dort den Text ein und speichere deine Seite. 

Den Namen dieser Seite, z.B. „Datenschutz“ wählst du anschließend in den „Einstellungen / Datenschutz“ aus.

Impressum

Auch für das Impressum gibt es Generatoren. Einfach bei Google suchen und eine entsprechende WordPress – Seite erstellen.

Logo und Website – Icon in WordPress

Du hast hoffentlich schon ein Logo für deine Webseite. Jetzt ist der Augenblick gekommen, dieses Logo einzubinden und den Titel deiner Webseite zu kontrollieren. Wähle hierzu „Design / Customizer“ aus und anschließend „Website – Informationen“.

Auch für das Favicon, oder Website – Icon gibt es einige gute Generatoren. Diese machen aus deinem Bild gleich das richtige Icon in der entsprechenden Größe. Nun musst du es nur noch hochladen.

Unnütze Seiten und Beiträge entfernen

Nach der Installation von WordPress werden eine Startseite, ein Beitrag und ein Kommentar automatisch angelegt. Diese solltest du gleich mal entfernen.

Nach dem Löschen der Seite kannst du mit dem unnützen Beitrag und dem Kommentar weiter machen.

Links Kommentare und Beiträge auswählen und dann ab in den Papierkorb.

Startseite festlegen

Nachdem du die Beispielseiten gelöscht hast, legst du am besten gleich eine neue Seite an. Nenne die Seite einfach „Startseite“ und füge den Text: „Hier entsteht in Kürze meine neue Webseite“ hinzu.

Nun kannst du die erstellte Seite vorläufig als Startseite festlegen. Das machst du, indem du die WordPress – Menüpunkte „Design / Customizer“ auswählst. Klicke anschließend auf „Homepage-Einstellungen„. Hier findest du das Auswahlfeld für die Startseite. Speichern nicht vergessen! Drücke den Button „Veröffentlichen„.

Hinweis: Wenn du Seiten im Entwurf erstellst und diese noch unfertig veröffentlichen möchtest, vergiss nicht, die Suche bei den Suchmaschinen zu deaktivierten. Wie das geht, kannst du in den FAQs „WordPress Seite verstecken“ nachlesen.

Theme und Layout auswählen

Wenn du eine WordPress Seite erstellen willst, benötigst du auch ein sogenanntes Theme. Das ist eine Layoutvorlage für deine Webseite. Das Theme bietet dir verschiedenste Möglichkeiten, das Design anzupassen, an. Bei der Einrichtung deiner Webseite, ganz am Anfang, ist das noch nicht so wichtig. Aber bevor du der ganzen Welt deine Inhalte präsentierst oder auch einzelne Seiten erstellst, solltest du dir ein Theme auswählen. WordPress selbst bringt da ein paar Vorschläge mit, aber die werden dir nicht reichen. 

Die Auswahl eines Themes ist eine sehr wichtige und auch nicht ganz leichte Aufgabe. Bedenke, dass wenn du dich für ein Theme entschieden und viele WordPress Seiten erstellt hast, der Wechsel sehr aufwändig werden kann. Also überlege gut.

Ich empfehle dir auf folgende Punkte bei der Auswahl eines Themes für WordPress zu achten:

  • Wie viele Menschen nutzen das Theme bereits? Wenn es nur sehr wenige sind, ist nicht sicher, ob es das Theme die nächsten Jahre noch geben wird
  • Wie wirkt sich das Theme auf die Performance deiner Webseite aus? 
  • Wie viel Gestaltungsspielraum hast du im Rahmen des Themes?
  • Wie sieht der Support in den nächsten Jahren aus?

Eine gute Anlaufstelle für Themes und die oben gestellten Fragen ist Themeforest

Plugins installieren

Plugins sind kleine, manchmal auch ziemlich umfangreiche „Software -Schnipsel“ für deine WordPress Seite. Es gibt ein paar Plugins, die du dir gleich am Anfang installieren solltest. Für den Start reichen meiner Meinung nach folgende Plugins:

  • Plugin, das dir dich bei der Datensicherung unterstützt
  • Plugin für die rechtliche Themen (z.B. Cookie Hinweis)

Im Laufe der Entstehung deiner Webseite werden noch einige sinnvolle Plugins hinzu kommen. Jedes Plugin wird deine Webseite ein wenig verlangsamen und das Risiko für Sicherheitslücken erhöhen. Schau also, dass du mit der Installation von Plugins sparsam umgehst.

Datensicherung

Achte gleich an Anfang auf die Datensicherung. Zu diesem Thema gibt es einen etwas ausführlicheren Beitrag. 


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Wie geht es weiter?


Das waren die ersten Schritte bei der Erstellung deiner WordPress Seite. Die nächsten Schritte sind die Auswahl der notwendigen Plugins und des geeigneten Themes. Das Theme bestimmt das Layout deiner Seite.

Du hast dir eine Pause verdient. Diese etwas umfangreicheren Themen beschreibe ich in einem anderen Artikel.

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Weiterführende Links


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