Webhosting – fertige Baukästen oder selber machen


Stichworte: Grundlagen, Vorbereitung - Lesezeit: 6 Minuten

Nach der Idee und dem Konzept für deine Website folgt der nächste Schritt. Das Webhosting, oder anders gesagt, wo betreibe ich die Seite.

Das Hosting ist wie der Motor eines Autos und die Strasse, auf der du fährst. 350 PS auf einer kurvigen Landstraße bringen dich nicht wirklich weiter. Und 25 PS auf der Autobahn auch nicht.

Burkhard

Es gibt einige Punkte, die der Betrieb deiner Website erfüllen muss:

  • die Seite sollte ständig erreichbar sein
  • schnelle Antwortzeiten beim Aufruf haben
  • Daten sollten sicher sein und es sollte möglichst eine Datensicherung geben
  • den Anbieter sollte es morgen auch noch geben
  • die Seite sollte skalierbar sein, also mit deinen Ansprüchen mitwachsen können
  • das Ganze sollte bezahlbar sein
  • ein paar Tools zur Hilfe wären auch nicht schlecht
  • und noch einiges mehr

Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Herangehensweisen, bzw. Anbieter.

Der Homepage Baukasten


In den letzten Jahren sind einige bemerkenswerte Webhosting – Anbieter für sogenannte Homepage Baukästen entstanden. Doch was ist ein Homepage Baukasten? Mit einem Baukasten lassen sich vorgefertigte Teile zusammensetzen. So wie mit einem Legobaukasten, in dem die einzelnen Teile hinterher ein wunderschönes Ferienhaus ergeben. Vorausgesetzt man hat die notwendigen Teile und setzt sie alle richtig zusammen. Doch wenn man damit eine Eisenbahn bauen will, wird es schon schwieriger.

Doch keine Panik. Die Objekte in den Homepage Baukästen sind vielfältig. Hier sind einige bekannte Homepage Baukasten Anbieter: 

WIX

Nach der Registrierung kannst du gleich loslegen. Es werden ein paar Kategorien vorgeschlagen, die dir stimmige Vorlagen anbieten.
Für mein Beispiel habe ich mich für eine leere Vorlage entschieden. Das geht, finde ich, schneller. Auch wenn es sich komisch anhört, aber bis man die Details, die man verändern möchte, in der Vorlage gefunden hat, dauert es ebenfalls sehr lange. Das Erstellen meiner Beispielseite hat ca. 30 Minuten gedauert. Die Fotos habe ich aus meinem Foto-Archiv genommen. Schau dir die Beispiel-Website einfach mal an.

Wix bietet umfangreiche Möglichkeiten, was natürlich zur Folge hat, dass man eine Menge Zeit einplanen sollte, um die Funktionen zu lernen. In jedem Fall sollte meine eine kostenpflichtige Version wählen und eine eigene Webadresse nutzen.

Sehr gut gefallen mir die eingeblendeten Hilfslinien beim Positionieren von Grafiken, Texten und anderen Dingen. Das kostet oft Zeit und Nerven, wenn man die ohne solche Linien gut platzieren möchte.

Wie deine Seite auf dem Smartphone ausschaut, kannst du ebenfalls im Editor anschauen und auch bearbeiten. Wirklich gut.

Wenn du mehr Informationen haben möchtest, schau meinen Artikel Wix Website erstellen in 4 Schritten an.

Meine Beispielseite: Tierfotos

JIMDO

Wie üblich musst du dich zuerst registrieren. Der Assistent nimmt dich auch gleich an die Hand und fragt nach dem Thema. Ich habe mich für einen Blog entschieden. Danach kann man das Layout auswählen. Abhängig von der Vorauswahl bekommt man die Layouts angezeigt. Wählst du eines aus, wird auch schon gleich die Website erstellt. Dabei werden Dummytext und Bilder hinzugefügt. Nun kannst du auf Basis dieser Demo-Seite, deine eigenen Ideen umsetzen.

Die Anpassungsmöglichkeiten scheinen mir etwas eingeschränkt zu sein. Aber auch bei Jimdo kannst du eine eigene Webadresse eintragen lassen.

In meinem Artikel Jimdo Homepages erstellen in 3 Schritten bekommst du ausführliche Anleitungen und Informationen.

Meine Beispielseite: Fotografie

Meine Gedanken zum Webhosting


Natürlich gibt es noch sehr viele andere Anbieter. Eine Webseite erstellen soll einfach sein und schick aussehen. Das versprechen alle. Was verschwiegen wird ist, dass du doch recht viel Arbeit hast, bis die Webseite so ausschaut, wie du es dir vorstellst. 

Das fängt bei der Struktur an, den Menüs, dem Aufbau der Seiten, den richtigen Fotos und Bildern, den rechtlichen Grundlagen, die berücksichtigt werden müssen und endet dann beim Betrieb und hoffentlich nicht bei Fehlern, für die man den Support benötigt.

Ich habe nicht genug Erfahrung damit, meine Webseiten über die Webseiten Baukasten – Anbieter zu erstellen und zu betreiben. Ich setze eher auf einen gemieteten Server in Deutschland und WordPress mit den unendlich vielen Erweiterungsmöglichkeiten. Kann sein, dass diese Vorgehensweise etwas mehr Arbeit macht, aber ich denke auf Dauer kann ich dadurch Änderungen schneller durchführen. Wenn ich dazu noch eine entsprechende Datensicherung habe, bin ich auch nicht von einem Anbieter abhängig. 

Nichts wäre schlimmer, als wenn du eine Webseite jahrelang betreibst und dann auch irgendeinem Grund vom Dienstleister gesperrt wirst. Zum Glück kommst das bestimmt sehr, sehr selten vor.

Wenn du möglichst wenig Zeit und Geld investieren willst und erst einmal schauen, ob du das mit der Webseite dauerhaft machen willst, sind solche Web-Baukästen sicherlich eine gute Lösung.

Diese Kosten kommen auf dich zu


Natürlich variieren die Kosten, je nachdem, wie umfangreich deine Webseite werden soll. Willst du einen Shop einrichten, oder nur Fotos im Web präsentieren. Wenn du schon einmal schauen willst, das das Ganz kosten könnte, nutze meinen Hosting – Kostenrechner.

Homepage Baukästen

Der Preis für eine Webseite inklusive einer kostenlosen Domain für das erste Jahr liegt bei ungefähr 15 bis 20 Euro im Monat. Ja nach Anforderung kann das auch mal mehr sein.

Doch vergleiche selbst: Preisliste Wix | Preisliste Jimdo

Achte darauf, wie viel Seiten im Preis enthalten sind und ob die Rechtsgrundlagen der DSGVO eingehalten werden.

Webseite auf gemieteten Server

Hier gibt es große Preisunterschiede. Und natürlich auch in der Qualität der Leistung. Der Preis für einen virtuellen Server liegt ungefähr bei 15 Euro im Monat. Hinzu kommt – wenn du WordPress nutzt – noch eine kostenpflichtiges Theme und eventuell noch ein paar Plugins. Natürlich geht das auch ohne, aber gute Dinge kosten meist auch Geld. Die Preise liegen bei ungefähr 150 Euro im Jahr, je nachdem was du nutzen willst. Alternativ kannst du die Kosten auch mit meinen Webseiten – Kostenrechner überschlagen.

Vor- und Nachteile (Baukasten oder Hosting)


Homepage Baukästen

Vorteile:

  • Kostengünstig
  • du kannst schnell beginnen
  • eine Menge an Vorschlägen zur Gestaltung der Webseiten

Nachteile:

  • du hast die Funktionen nur bis zu einem bestimmten Punkt selbst im Griff
  • Abhängigkeit vom Anbieter

Webhosting mit eigenem gemieteten Server

Vorteile:

  • du kannst mehrere Webseiten damit betreiben
  • Zugriff bis auf Datei-Ebene

Nachteile:

  • Etwas teurer
  • Etwas aufwändiger 

Nichts verpassen. Newsletter anmelden

Trag dich ein, um jeden Monat tolle Inhalte in deinen Posteingang zu bekommen.

Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung, so wie Erfolgsmessung erhälst du hier:
 NewsletterDatenschutz. Der Newsletter kann jederzeit abbestellt, bzw. widerrufen werden.


Links und weitere Informationen


Interessante Beiträge zum Thema „Grundlagen“


Was findest du besser? Fertige Baukästen oder selber machen

Ich würde mich über einen Kommentar sehr freuen

Schreibe einen Kommentar