Rechtliche Grundlagen beim Webseiten erstellen


Stichworte: Grundlagen - Lesezeit: 6 Minuten

Rechtliche Grundlagen beim Erstellen deiner Webseite sind ein wichtiges Thema. Wenn du deine Webseite veröffentlichst und sie im Internet von der ganzen Welt gelesen werden kann, solltest du in jedem Fall einige Dinge beachten.

Hinweis

Vorab. Dieses ist keine Rechtsberatung und die aufgeführten Grundlagen können sich schnell aufgrund der Rechtssprechung ändern. Also, alles ohne Gewähr bezüglich Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit. Ich übernehme keine Haftung für mögliche Rechtsfolgen.

Was man in jedem Fall braucht, ist eine Datenschutzerklärung. Mittlerweile ist das Ganze so kompliziert, dass man die ohne Rechtsanwalt kaum erstellen kann. 

Zum Glück gibt es viele Hilfestellungen im Internet. Eine der Besten, wie ich finde, und auch schon lange verfügbar, ist der Datenschutzgenerator von Dr. Schwenke. Der ist für kleine private Webseiten kostenlos. 

Wie so etwas im Ergebnis ausschaut, kannst du auf meiner Datenschutzseite sehen.

Kommentare und Einwilligungen


Falls du Kommentare auf deiner Seite zulässt, musst du mit einer Einwilligung arbeiten. Wenn du WordPress nutzt, ist das recht einfach. Entweder bietet die dein gewähltes Theme etwas an, oder du nimmst ein Plugin. (siehe auch: WordPress nutzen).

Meine Kommentarfunktion habe ich beispielsweise mit dem „Plugin WP GDPR Compliance“ versehen. Noch etwas, weise in deiner Datenschutzerklärung auf die Speicherung der Daten durch die Kommentare entsprechend hin.

Cookies – Wissenswertes über Kekse


Auch hier gilt, die Rechtsgrundlagen können sich schnell ändern!

Was sind Cookies?

Cookies sind kleine Textinformationen, die beim Aufruf der Seite vom Browser auf deinem Gerät gespeichert werden. In den meisten Fällen kannst du am Namen nicht erkennen, wofür dieser Cookie genutzt wird.

Ein Cookie hat einen Namen und einen Wert. Bei meiner Website ist das z.B. DndtJKeorLxuBWP (Name) und ISH%40m2nlvQwpBsC (Inhalt, Wert).

Wozu benötigt man Cookies?

Die Cookies werden von der Website genutzt. Hier können z.B. technische Dinge gespeichert werden, die für den Seitenaufbau wichtig sind.

Wenn du WordPress nutzt, werden meist Cookies von dem ausgewählten Theme gespeichert und verwaltet (Weitere Infos zu WordPress).

Es gibt aber auch Cookies, die „weitergereicht“ werden können. Ein Beispiel sind die Google-Ads (Anzeigen). Dir ist bestimmt auch schon einmal aufgefallen, dass du immer die gleiche Werbung auf unterschiedlichen Seiten bekommst. Das ist das Ergebnis der sogenannten Tracking Cookies.

Wie kann ich feststellen, ob auf meiner Webseite Cookies gesetzt werden?

Bei den meisten Browsern gibt es ein Entwicklermenü. Über das kannst du dir das anzeigen lassen. Oder nutzt einen Onlinedienst, wie https://www.cookiemetrix.com/

Muss ich einen Cookie – Hinweis erstellen?

Zuerst müssen wir die Arten von Cookies unterscheiden:

  • technische Cookies
  • Trackingcookies oder Cookies von Drittanbietern

Bei der Nutzung von technischen Cookies reicht im Moment wohl noch ein Hinweis. Nicht ganz klar ist, ob der nicht auch entfallen kann.

Bei Trackingcookies oder Cookies von Drittanbietern musst du eine Einwilligung einholen. Liegt die Einwilligung nicht vor, darfst du diese Daten nicht übertragen.

Wichtig: In deiner Datenschutzerklärung musst du die Rechtsgrundlage deiner Cookies nennen.

Tools oder Plugins zur Unterstützung

Ein beliebtes und kostenpflichtiges Plugin für Webseiten stammt von Borlabs. Entscheidend dabei ist die Art der Cookies. Insbesondere bei Tracking-Cookies solltest du einige Zeit in dieses Thema investieren.

Das Impressum


Wenn du eine Webseite hast, solltest du immer ein Impressum veröffentlichen. Das kann unangenehm sein, weil du deine Adresse und Telefonnummer der ganzen weiten Welt präsentieren musst – aber es ist notwendig.

Die Impressumspflicht gilt nicht für jede Art von Webseite. Bevor du in die Tiefen des rechtlichen Dschungels eintauchst und dich verlierst, empfehle ich dir, immer ein Impressum zu erstellen.

Laut Gesetz besteht eine Impressumspflicht bei „Online-Angebote, die nicht geschäftlich genutzt werden und über eine rein persönliche oder familiäre Nutzung hinausgehen (…)“ § 18 Abs. 1 Medienstaatsvertrag (MStV). 

Eine gute Checkliste findest du auf den Seiten der Medienanstalt Rheinland-Pfalz.

Das Impressum muss folgende Angaben enthalten:

  • Vor- und Nachname (deinen richtigen, wirklichen Namen)
  • Anschrift (nicht: Postfachadresse, Packstation oder ein virtuelles  Büro)
  • Bei juristischen Personen: Name und Anschrift des  Vertretungsberechtigten

In bestimmten Fällen noch

  • E-Mail-Adresse und ein weiterer unmittelbarer Kommunikationsweg, wie z.B. die Telefonnummer

Wenn du ein Unternehmen hast, musst du noch weitere Angaben veröffentlichen, wie z.B. Umsatzsteueridentifikationsnummer, Angaben zum Handelsregister.

Vertrag zur Auftragsverarbeitung (DSGVO)


Meist wird deine Webseite auf den Server von einem anderen Unternehmen betrieben (Hosting). Das führt zwangsläufig dazu, dass alle Daten dort gespeichert sind. Die DSGVO schreibt vor, dass du einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung hast, sofern personenbezogene Daten von Dritten verarbeitet werden. Da die IP Adresse deines Webseiten-Besuchers dazu gehört, trifft das in den meisten Fällen zu.

Mein Rat: schließe einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung ab. Das geht oftmals schnell und einfach, da viele Unternehmen dieses auf dem Online-Weg anbieten.


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Zusammenfassung, Rechtliche Grundlagen


Welche Gesetze sind wichtig und zu berücksichtigen

Eine gute Übersicht bekommst du bei Wikipedia zum Thema „Internetrecht“. Doch nicht erschrecken, wenn du die Liste siehst. Telekommunikationsrecht, Datenschutzrecht mit der DSGVO, Markenrecht und vieles mehr.

Deine Webseite und das Markenrecht

Wenn du einen tollen Namen für deine Webseite gefunden hast, solltest du vorher schauen, dass der nicht schon von Anderen genutzt wird und dem Markenrecht unterliegt. Eine Marke kann man sich durch Eintragung beim Patentamt schützen lassen. Das kostet Geld. Du solltest also deine Webseite nicht nach einer sehr bekannten Papiertaschentuchmarke benennen. Das gibt Ärger und führt sicherlich zur Abmahnung. 

Ob es den Namen nicht schon gibt, kannst du in der Datenbank des Deutschen Marken- und Patentamtes recherchieren. Die Suche ist kostenlos.

Notiz

Datenschutzerklärung:

  • Erstelle eine Datenschutzerklärung

Cookies:

  • Teste, ob deine Webseite Cookies nutzt. Wenn ja, dann mach folgendes:
  • Erstelle einen Cookie Hinweis (bei technischen Cookies) oder
  • Hole die Einwilligung ein (bei Trackingcookies oder Drittanbieter)
  • Erkläre die Rechtsgrundlagen in deiner Datenschutzerklärung

Kommentare:

  • Erstelle eine Einwilligung für Kommentare (ohne Einwilligung kein Kommentar!)

Impressum:

  • Erstelle ein Impressum mit den notwendigen Angaben

Auftragsverarbeitung:

  • Schließe einen entsprechenden Vertrag, sofern erforderlich

Hilfreiche und nützliche Links zum Thema Recht


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